Sonntag, 25. April 2021
Die Wächter von Magow 5 - gute Unterhaltung mit der Chaos Truppe
In diesem 5 Band der Wächter von Magow geht um Jean, der versucht seine Kräfte nicht einzusetzen und darunter sehr leidet. Bisher war er nicht so zufrieden gerade zu dieser Mannschaft zu gehören. Und wieder geht es spannend los: Isa, Sophie, Nat und Vivi lassen sich nicht aufhalten ihrem Partner zur Hilfe zu kommen und veranstalten natürlich ein echtes Chaos, was ihnen einen Anpfiff ihres Chefs aber auch einen Auftrag einbringt. Dieser Auftrag jedoch bringt vor allem Jean in große Gefahr und nur unter größtem Einsatz der Chaos Truppe gelingt es, die Dinge zum Guten zu wenden.

Regina Mars hat diesmal den Focus auf Jean gesetzt und beschreibt ihn und seine Probleme mit der eigenen Kraft wirklich gut vorstellbar. Ausbrechende Einhörner und Zwerge, die echt fies sind bevölkern dieses Band neben hinterhältigen Vampiren und einem gefährlichen Incubus, der Jean wirklich zu nahe tritt. Der Kampf Jeans mit sich selbst, seine Kräfte einzusetzen um andere zu retten ist eindrucksvoll geschildert. Es ist schön, dieser Gruppe immer wieder zu begegnen und mitzuerleben, wie sie sich langsam und stetig weiterentwickelt. Schade, dass sie nicht die Anerkennung bekommen, die ihnen gebührt - schaffen sie es doch immer jemanden zu retten, wenn auch immer im Chaos.

Die Autorin schaffte s auch in diesem 5. Buch, ihre Fantasie zu entfesseln - ich freue mich darauf, dass es bald weitergeht. und vergebe 5 Sterne.

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Samstag, 24. April 2021
Verfehlt - guter Krimi mit lokalem Bezug
Kommissarin Klaudia Wagner vertritt ihren Chef, der sich am Nordcap befindet und gemeinsam mit ihren Kollegen überwacht sie das Treiben des Spreewaldfestes in Lübbenau.Unerwartet stürzt der Schützenkönig ins Hafenbecken. Bald steht fest, dass er ermordet wurde. Damit nicht genug - Klaudias väterlicher Freund Schiebschick wird zunächst von einem Messerangriff verfehlt, doch später findet Klaudia ihn von einem Messer getroffen auf. Täter soll eine Person im Gurkenkostüm sein, den Besucher des Festes haben fliehen sehen. Klaudias Ermittlungen beginnen und schon bald schaltet sich das LKA ein, da ein Amoklauf befürchtet wird. Doch alles verhält sich anders als die Ermittler vermuten. Stück für Stück setzen sie die Puzzleteile zusammen.

Christiane Dieckerhoff hat mit diesem Regionalkrimi die Verhältnisse in einem Ort während eines Stadtfestes und den Umgang der Einheimischen mit den Schaustellers beeindruckend geschildert. Lokale Umstände und die Zusammenarbeit der örtlichen Polizei mit den Leuten vom LKA und dem Einsatzkommando beschreibt sie gut vorstellbar. Die Situation plötzlich nicht mehr federführend in einem Fall zuständig zu sein konnte ich gut nachvollziehen. Allmählich wächst das Verständnis der Ermittler füreinander und die Zusammenarbeit gelingt zum Wohl des Falls. Freundschaftliche Verbindungen zwischen den handelnden Personen zeigt die Autorin ebenso verständlich wie die lokalen Gegebenheiten. Es macht Freude das Buch zu lesen, der Schreibstil ist flüssig. Der Spannungsbogen beginnt bewusst hoch und der Leser wird angeregt selbst mitzudenken, um dann am Schluss noch einmal eine Überraschung zu erleben.

Ich gebe diesem Krimi 5 Sterne.

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Schwesterntod - True Crime, für einen Thriller leider zu langatmig
Aufgehängt an einem wahren Kriminalfall begegnen wird einer Frau, die vor 23 Jahren für den Mord an ihren beiden Töchtern verurteilt wurde. Kein Wiederaufnahmeverfahren konnte ihre Unschuld beweisen. Nun - nach mehr als 20 Jahren gesteht der Vater der Kinder die Tat vor Zeugen.

Niemand glaubt wirklich daran - auch die Mutter Heidrun Mulders ist nicht daran interessiert, den Fall wieder aufzurollen. Doch zwei pensionierte Richterinnen befassen sich mit dem Fall - nach dem US - Vorbild als Judges find Justice. Marie und Marte widmen sich dem Fall unvoreingenommen und finden viele Widersprüchlichkeiten und auch Widerstände seitens der Justiz.

Maria Louise war anfangs in den Fall involviert und erinnert sich. Durch diese zwei Zeitebenen wird die Geschichte interessant und auch die vom Autor hergestellt Assoziation zu einem realen Fall wirkt sich aus.

Eva Maria Silber kommt selbst aus der Bereich Justiz - das merkt man.

Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen, doch manchmal sind mir die Beschreibungen etwas ausschweifend und langatmig. Die Beziehung der beiden Richterinnen wird ausführlich behandelt, was die Story etwas in die Länge zieht.

Insgesamt hat mir das Buch gefallen - die Arbeit an einem Cold Case, der eigentlich gelöst ist, wurde recht gut beschrieben.

Ich vergebe 4 Sterne und empfehle es dem Leser, der sich für True Crime interessiert.

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Donnerstag, 22. April 2021
Die Gemälde des Todes - interessant, aber nicht wirklich spannend
German wohnt in der spanischen Stadt Alcoy und versucht sein Leben als Künstler durch seine Malerei zu finanzieren. Dies gelingt ihm eher schlecht als recht, bis sein Freund Milos ihn mit einem ganz besonderen Kunstfreund bekannt macht. Er stellt ihm Leinwand und Farben zur Verfügung, damit er lebensgroße Ölgemälde anfertigen kann. Viel zu spät erkennt German, welch perfides Spiel sein Gönner spielt.

Dem Autor gelingt es, die Umstände des Lebens eines Künstlers im Jahr 1930 aufzuzeigen und die Versuchung lebendig zu machen, welcher der Protagonist German erliegt. Plötzlich aller Sorgen entledigt, erfüllt der Maler zunächst ohne nachzudenken die Wünsche seines Gönners. Die Besonderheit der Bilder macht Alexander Drews zum Thema des Buches - für den Leser fügen sich die Puzzleteile allmählich zusammen.

Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar, der Spannungsbogen ist nicht wirklich gut gespannt, man durchschaut die Handlung relativ schnell. Insgesamt fand ich das gewählte Thema interessant, deshalb gebe ich diesem Buch 4 Sterne.

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